Aus der Redaktion 11.06.10

Kritischer Onliner-Blick in die Freitags-RUNDSCHAU

Von Jan Siegel

Sven Bock ist der Online-Mann am Newsdesk der RUNDSCHAU. Er kümmerte sich darum, dass die wichtigsten Artikel auf der Startseite von www.lr-online.de  optimal platziert werden. Heute hat er sich die “gute alte gedruckte RUNDSCHAU vorgenommen und kritisch isn Freitagsblatt geschaut:

 

 

Gut:

- schöne Optik auf der Titelseite
- Gutes Erklärstück auf Seite 2, beantwortet die wichtigsten Fragen
- Brandenburg-Seite: interessanter Aufmacher, aber langweilige Überschrift
- Kultur-Seite: Rezension der Moor-Lesung -> guter Mehrwert mit dem Video-Interview
- Aufmacher auf der Wirtschaft gut -> leider einige Rechtschreibfehler, und Überschrift geht zu weit: Sie wollen gerne testen, aber noch läuft das Projekt nicht.
- Wirtschaftsseite sehr lokal -> Akson noch etwas größer gemacht, immerhin 100 Arbeitsplätze betroffen -> Möglichkeit zur Weiterdrehe: Wie sieht die Wirtschaft in EE eigentlich aus nach dem Aus von Grohe, Campina, Akson?

Diskutabel:

- Aufmacher der Seite 3 -> Ist der Prozess das wichtigste Thema in der Lausitz? Fall aus Rheinsberg sehr weit weg, wird auch nicht ganz klar, warum der Prozess jetzt in Cottbus wieder aufgerollt wird.
- Lesungsrezension auf Seite 3: Klingt so, als wenn in der Lausitz Sorben noch auf dem Scheiterhaufen landen! Halte es für diskutabel, einer einzelnen Meinung soviel Platz einzuräumen. Stimmen der Zuhörer hätten mich interessiert.
- Brandenburg-Seite: Nachrichten-Spalte abgeschnitten unnötig, Zweitaufmacher sehr interessant, aber länger als der Aufmacher
- Günther Jauch zu klein auf der TV-Seite, in allen Online-Medien zweitweise der Aufmacher gewesen -> besser auf Pano, auch wenn ich Cousteau auch mag

Schlecht:

 - weder im Sport noch auf der Titelseite einen Hinweis auf das WM-Online-Angebot
- Ersten beiden Meldungen auf der Titelseite: bei erster Meldung wird die Besonderheit des Prozesses nicht klar. Zweite Meldung -> Was soll ich dadurch erfahren??? Preisträger wären wichtiger gewesen!

Jüngste Kommentare
Barbara III.
  • 11.06.10
  • 19:07 UHR

Daraus dürfen Sie schlußfolgern, daß die jetzige Berichterstattung der Lausitzer Rundschau, an der ich bisher nichts auszusetzen habe, auch in der dortigen Tageszeitung zu erscheinen hätte, damit das Ziel der Rufwiederherstellung, sollte der Angeklagte wirklich unschuldig sein, auch erreicht werden kann.

Barbara III.
  • 11.06.10
  • 18:52 UHR

Wenn es darum geht, den Ruf eines Menschen zu zerstören, dann ist die Presse schnell bei der Sache, wenn es aber darum geht, Wiedergutmachungsleistungen zu erbringen, dann wird darüber diskutiert, ob Seite 3 nicht zu viel sein könnte.

Das läßt auch tief in Ihr Verantwortungsbewußtsein blicken, Herr Bock.

Eigentor, heißt das bei mir.

Barbara III.
  • 11.06.10
  • 18:36 UHR

Wie wichtig ist es denn für Sie, ob ein Unschuldiger 5 Jahre zu unrecht im Gefängnis gesessen hat, Herr Bock?

Warum lassen Sie sich nicht mal, na ich sage mal für 3 Monate einbuchten und dann würden Sie wissen, daß das Thema, wenn der Angeklagte wirklich unschuldig sein sollte auf Seite 1 gehört bzw. gehören wird, denn der Mann hat auch ein Recht auf Wiederherstellung seines Rufes und seiner Würde.

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