Korrektur der Korrektur – Wie viele Wölfe gibt es in der Lausitz?
Von Jan Siegel
Jawohl es stimmt! Murphys Gesetz gilt auch für die RUNDSCHAU. Das Gesetz besagt: Alles geht schief, was nur schiefgehen kann. Ein bisschen bildlicher ist die Erklärung des Gesetzes mit Hilfe der Marmeladenbrot-Geschichte. Das Brot landet natürlich immer mit der beschmierten Seite auf dem Teppich, wenn es zu Boden fällt.
Uns hat Murphys Gesetz am Dienstag und Mittwoch bei zwei Meldungen zur Wolfsdichte in der Lausitz erwischt. Nachdem wir am Dienstag eine völlig absurde Zahl vermeldet hatten, ging die Korrektur am Mittwoch gleich noch einmal in die Hose.
Wir liefern morgen nun einen letzten und ultimativen Korrekturversuch auf der Seite 1 der RUNDSCHAU. Der Autor ist kein geringerer als der “Alpha Wolf” persönlich
Sehr geehrte Damen und Herren,
aus einem gewissen Eigeninteresse verfolge ich seit langem Ihre Berichterstattung über die Entwicklung der Wolfspopulation in der Lausitz. Ich wende mich heute an Sie, weil die Berechnungen, die sie in Ihren jüngsten Beiträgen anstellen, so gar nicht mit meinen eigenen Beobachtungen in Lausitzer Wäldern und Fluren in Einklang stehen. So schreiben Sie völlig korrekt, dass die Wolfsdichte in einer Region vom Nahrungsaufkommen abhänge. Dabei ist Ihnen aber – sicher in lobenswertem lokalpatriotischem Stolz auf die Lausitzer Speisekarte – ein Fehler unterlaufen: Meine Artgenossen und ich ernähren uns nicht vornehmlich von Quark und Leinöl. Sollte uns eine entsprechende Umstellung unserer Ernährungsgewohnheiten gelingen, werden wir es eines Tages vielleicht tatsächlich auf die von Ihnen wahlweise genannten Zahlen von drei Lausitzer Wölfen auf 100Quadratmeter (Dienstagausgabe) oder einen Quadratkilometer (Mittwochausgabe) bringen – was im übrigen meinem Nachwuchs die Partnersuche deutlich erleichtern würde. Derzeit aber leben in der Lausitz, wenn mich meine Nase nicht täuscht, gerade mal 50 von uns. Das sind, zum Mitschreiben, DREI WÖLFE AUF 100QUADRATKILOMETER. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
In diesem Blog schreiben die Macher der LAUSITZER RUNDSCHAU, wie täglich Nachrichten entstehen. Sie geben Einblicke in den ganz normalen Wahnsinn des Alltags in einer wahrscheinlich mehr oder weniger ganz normalen Zeitungs-Redaktion. Wer sich für die “Nachrichten hinter den Nachrichten” interessiert, wird künftig hier sicher viele Neuigkeiten als Erster erfahren. Die Autoren verraten, was schiefgegangen ist, welche spannenden Geschichten die Reporter gerade recherchieren und was Kurioses in der Welt der Nachrichten geschieht. Der Blattmacher-Blog ist ein subjektives Meinungsportal. Hier stehen die Einschätzungen des jeweiligen Autors und nicht die abgestimmten Meinungen der gesamten Redaktion.
Offensichtlich haben die Mitarbeiter der LR ein Problem mit ihrem Mengengefühl. Nachdem Superwolfsrudel herunterkorrigiert wurden auf eine erträgliche Dichte, wird heute ( 8.1. Seite 1 ) der Bärwalder See zur Pfütze degradiert : 25,5 Mill Liter = 25.500 m³ , das ist eine Fläche von 160 x 160 m² bei einer Wassertiefe von 1 m , bzw. entspricht ca.9 normalen Schwimmbecken.
Angesichts diverser anderer Fehler : Wird bei Ihnen keine Korrektur gelesen ?
Das wird den Lesern gefallen, wenn der Wolf mal persönlich zu den Menschen spricht. Es gibt auch Pferdeflüsterer und haste nicht gesehen, warum sollte nicht auch mal ein Wolf in der Lausitzer Rundschau zu Wort kommen?
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