Der Erdrutsch und die Lausitz
Von timalbert
Der verheerende Erdrutsch von Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) hat am Wochenende in der Lausitz Fassungslosigkeit ausgelöst – und Beunruhigung. Schließlich siedeln auch in unserer Region etliche Menschen am Rande ehemaliger Tagebaue. Zudem sind mit deren Sanierung - Stichwort Seenland – große Hoffnungen verbunden, die sich ganz schnell erledigt haben könnten, sollte es in der Lausitz einmal zu einer ähnlichen Katastrophe kommen.
“Kann das auch bei uns passieren?” titelt die RUNDSCHAU deshalb am morgigen Montag - und versucht diese Frage, soweit derzeit überhaupt seriös möglich, auch zu beantworten. Dafür haben wir den diensthabenden Chefreporter Sascha Klein und unseren Seenland-Experten, Länder-Redakteur Christian Taubert, in die Spur geschickt.
In diesem Blog schreiben die Macher der LAUSITZER RUNDSCHAU, wie täglich Nachrichten entstehen. Sie geben Einblicke in den ganz normalen Wahnsinn des Alltags in einer wahrscheinlich mehr oder weniger ganz normalen Zeitungs-Redaktion. Wer sich für die “Nachrichten hinter den Nachrichten” interessiert, wird künftig hier sicher viele Neuigkeiten als Erster erfahren. Die Autoren verraten, was schiefgegangen ist, welche spannenden Geschichten die Reporter gerade recherchieren und was Kurioses in der Welt der Nachrichten geschieht. Der Blattmacher-Blog ist ein subjektives Meinungsportal. Hier stehen die Einschätzungen des jeweiligen Autors und nicht die abgestimmten Meinungen der gesamten Redaktion.
Hier noch eine Ergänzung zur Theorie, das Problem müsste eigentlich bekannt gewesen sein und nennt sich Setzungsfließen.
Der LMBV war es auf alle Fälle bekannt wie unter dem Link nachzulesen. http://www.lmbv.de/componenten/download.php?filedata=1170844008.pdf&filename=Nachderkohle.pdf&mimetype=application/pdf
PDF öffnen und nach Setzungsfließen suchen.
Hallo, habe mal im Netz nach örtlichen Gegebenheiten hinsichtlich des Untergrundes des Bereiches der abgerutscht ist recherchiert.
Ich bin zu der Ansicht gelangt, dass hier mehrere unglückliche Umstände zu der Katastrophe geführt haben.
Auslöser kann das Füllen des See gewesen sein.
Boden der Unglücksstelle besteht aus purem Sand.
Aus diesem Sand fließt fortwährend Grund oder Sickerwasser in den See.
Solange das Wasser ungehindert in den See abfließen kann passiert nichts. Mit Ansteigen des Wasserspiegels im See wurde der Abfluss des Grund oder Sickerwassers aus dem Erdreich an der Unglücksstelle zunehmend behindert so dass es zu einer Wasseransammlung bzw. zunehmenden Durchfeuchtung der Erdschichten in Höhe des Wasserspiegels des See kam die letztendlich zu einer Bodenverflüssigung geführt hat.
Diese Bodenverflüssigung hat dann zum Abrutschen der Erdschicht darüber geführt.
feinsandige Schichten, wie an der Unglücksstelle vorhanden, mit geringer Wasserdurchlässigkeit sind besonders gefährdet. Dabei wird ein nach allen Seiten sich fortpflanzender Druck auf das nicht verdichtbare Wasser zwischen den Sandkörnern ausgeübt, die bis dahin ein festes Gefüge aufwiesen. Ein Porenwasserüberdruck baut sich in der Sandschicht auf. Dabei wird das Korngefüge verdichtet und verliert seine Scherfestigkeit, die Sandschicht verflüssigt sich zu einem Sand-Wasser-Brei, Bereiche des Untergrundes können dann herausgepresst werden. Die gesamte Untergrundschicht wird somit instabil, die darüber befindlichen Erdschichten schwimmen einfach weg.
Das tritt in der Regel bei Erschütterungen auf, im Prinzip das gleiche wie am nassen Sandstrand, beim Auftreten quillt nasser Sand um den Fuß hervor, man sinkt ein.
Hervorgerufen wurde die Bodenverflüssigung wahrscheinlich durch das Befüllen des See und der Behinderung des Abflusses des Grund-, Sicker-, oder Schichtenwassers.
Da ich Tiefbaumeister war habe ich ähnliches in Kiesgruben erlebt in denen durch Ausbaggerung Seen entstanden bei denen Böschungen von 45° Gefälle (eigentlich stabil) plötzlich abrutschten.
Ist nur eine Theorie.
Mfg
D. Stelter
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