Skandalöses Angebot aus dem Rathaus in Weißwasser
Von Jan Siegel
Wahnsinn!! Der Oberbürgermeister von Weißwasser, Hartwig Rauh (parteilos), hat nach der Kommunalwahl, die ihm einen NPD-Abgeordneten in den Stadtrat gespült hat, heute dem rechtsextremen Abgeordneten seine Zusammenarbeit angeboten. Ein bisher einmaliger Vorgang.
In einer Pressemitteilung Rauhs heißt es dazu:
“… Der Einzug der NPD in den Stadtrat ist eine bedauerliche Entwicklung, der dem Ansehen unserer Stadt schadet. Der Respekt vor dem demokratischen Grundgedanken zwingt uns jedoch, den Wählerwillen anzuerkennen und zu respektieren. Hier betone ich nochmals, dass meine mehrfach geäußerten Vorbehalte gegen die NPD sich ausschließlich gegen die Partei als solche richten, nicht aber gegen die Person von Herrn Ackermann selbst. Auch ihm biete ich wie allen anderen Stadträten weiterhin meine Zusammenarbeit an. … “
Wir in der Redaktion sind fassungslos, ob dieser Ignoranz, die nur dazu beiträgt, die rechtsextreme Partei hoffähig zu machen.
Update:
Nachdem meine Kollegin Simone Wendler, Chefreporterin der RUNDSCHAU, mit Hartwig Rauh gesprochen hatte, meldete sich der Oberbürgermeister noch einmal in der Lokalredaktion Weißwasser. Er distanzierte sich von seiner eigenen Pressemitteilung und ruderte mächtig zurück. Er hält seine Aussagen zum NPD-Kandidaten im Weißwasseraner Stadtrat inzwischen für unpassend und will sich auf einer Pressekonferenz am Donnerstag noch einmal erklären. Warum er dafür bis Donnerstag braucht, ist eine berechtigte Frage, die Rauh aber zunächst unbeantwortet ließ.
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Werte Damen und Herren,
Die Gesellschaft konnte den Einzug der NPD nicht verhindern und nun muß man diese Abgeordnete nach geltenen Recht behandeln. Wenn man es nicht tut dann schütte Öl in Feuer und die Wirkung ist verherend.
Da der Verfassungsschutz diese Partei im Griff hat sollte man sich daher auch keine Sorgen machen. In Rußland gab es ein Schirinowski, dieser Mann ist bedeutungslos geworden.
SKANDALÖS!!!! Her Rauh, treten Sie als Bürgermeister zurück. Ich schäme mich in einer Stadt gewohnt zu haben, wo jetzt der Bürgermeister mit Nazis zusammenarbeiten will.
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