Von Jan Siegel
Nach dem langen sonnigen 1.-Mai-Wochenende ersticken wir wir nicht gerade an einer Nachrichtenflut. Es herrscht eine so genannte Saure-Gurken-Zeit. Das ist nicht außergewöhnlich, sondern Normalität. In Zeiten, in denen das öffentliche Leben stillsteht, weil sehr viele Menschen freie Tage genießen, müssen auch wir Zeitungsleute den Neuigkeiten hinterherjagen. Am Wochenende wurde vielerorts zwischen Forst und Finsterwalde gefeiert. Ein Großteil der Lausitzer hatte sich auch im Kleingarten “verschanzt” und aml ehrlich: Da gab es nach dem langen Winter auch eine Menge zu tun.
Aber mit Kleingartennachrichten und nur mit Berichten über vergangene Festivitäten lässt sich nun mal keine spannende Zeitung machen. Das interessiert nur wenige und holt niemanden hinter dem sprichwörtlichen “Ofen” hervor. Aber die ersten einigermaßen interessanten Nachrichten aus den Weiten der Lausitz gibt es schon und wir haben daraus auch schnelle Nachrichten für unsere Radio-Partner von Radio Cottbus gebastelt:
Verhandlungen mit Vattenfall
Die Stadt Weißwasser will mit dem Energiekonzern Vattenfall einen Grundlagenvertrag aushandeln. Ein entsprechender Entwurf, werde in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses vorgelegt, kündigte Weißwassers Oberbürgermeister Hartwig Rauh an. Der sächsischen Stadt droht ein immenses Haushaltsloch, nachdem klar ist, dass trotz Milliardengewinnen bei der Kohleverstromung die Gewerbesteuereinnahmen für Weißwasser vom Energie-Konzern Vattenfall drastisch zurückgehen werden.
Geldhahn zugedreht
Das Jobcenter hat dem Cottbuser City-Service den Geldhahn zugedreht. Begründung: Die Sauberhaltung der Stadt, sei eine Pflichtaufgabe der Kommune, die nicht gefördert werden darf. Bisher hatten 60 City-Service-Mitarbeiter täglich den Müll in der Stadt beseitigt und für Ordnung gesorgt. Wer die Aufgabe künftig übernimmt oder Cottbus verdreckt ist bisher unklar.
SED-Geld für Musikschüler
Die Niederlausitzer Musik- und Kunstschule in Luckau erhofft sich Geld aus dem DDR-Parteivermögen. Bis zu 30 000 Euro könnten die Luckauer erhalten, wenn sie einen Eigenanteil von 30 Prozent für die Neuanschaffung von Instrumenten zur Verfügung stellen können.
Mein Reporter-Kollege Sascha Kleinberichtet in der Dienstagsausgabe der RUNDSCHAU über ein Großereignis, das bisher noch fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit gerade auf dem Lausitzring vorbereitet wird. Es geht um den Shell-Eco-Marathon. Vom 7. bis 9. Mai wetteifern über 200 Teams aus 29 Ländern um den Siegerpokal bei einem außergewöhnlichen Wettbewerb, der aber absolut in die Zeit passt. Mit einem Liter Sprit und futuristischen Gefährten wollen die Teilnehmer irrwitzig anmutende Streckenrekorde brechen. Es geht darum, mit einem Liter Kraftstoff die weiteste Strecke zurückzulegen. Den Rekord hält derzeit die Eidgenössische Technische-Hochschule (ETH) Zürich. Ihr Mobil schaffte 3836 Kilometer. Am Start ist auch ein verwegenes Team der Hochschule Lausitz. Sascha Kleinhat die tollkühnen Burschen besucht und ihre Hightec-Seifenkiste unter die Lupe genommen. In der RUNDSCHAU lüftet er am Dienstag schon einige Geheimnisse aus der Eco-Marathon Boxengasse.
Nachtrag: Den Text von Sascha Klein, gibts inzwischen natürlich auch in ganzer Schönheit
http://www.lr-online.de/nachrichten/LR-Themen;art1065,2512899
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