Aus der Redaktion 03.04.09

Viel Geld und viele Fragen

Von Jan Siegel

Und wieder wird eine Billion Dollar (das sind Tausend Milliarden oder oder eine Million Millionen) oder für uns Euro(päer) rund 820 Milliarden Euro auf den Weltmarkt geschleudert. So haben es die Großen (G) 20 beschlossen. Es ist schon nicht ganz leicht zu verstehen: In den letzten Jahren war das Geld total knapp, knapper am knappsten jetzt verschenkt der Staat hunderte Milliarden und jedem von uns 2500 Euro, wenn wir unsere alte fahrbare Rostlaube in ein fabrikneues Kraftfahrzeug mit immer noch relativ veralteter umweltzerstörerischer Technologie verwandeln.

Wir sind uns einig in der Redaktion, dass wir in der RUNDSCHAU jetzt dringend mal erklären müssen, wo plötzlich die ganzen Milliarden herkommen. Und vor allem muss da auch gesagt werden, warum die Staaten nicht schon in den letzten Jahren die Geldpresse angeworfen, als wir immer so knapp waren. Das ist nämlich eine nicht ganz ungefährliche Sache.

Nebenbei: Interessant ist da auch die Frage, wie lange es auf einer modernen Gelddruckmaschine eigentlich dauert, eine Milliarde Euro zu drucken, sagen wir mal in Form von 100-Euro-Scheinen??? Ob das vielleicht schon an einem Vormittag locker zu schaffen ist??

Wir haben uns in der Redaktionskonferenz verständigt, die Gefahren von Inflation und Deflation möglichst am Montag unter der Rubrik: “Die RUNDSCHAU erklärt” auf der Seite 2 zu bringen und populärwissenschaftlich zu erklären. Dass es nicht schneller geht, ist auch dem G-20-Gipfel in London geschuldet. Wir wollen in der Samstagausgabe halt erst mal einige dringende Fragen zu den Londoner Beschlüssen beantworten.

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